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Software Composition Analysis (SCA): Definition, Funktionsweise und Tipps

Software Composition Analysis (SCA): Definition, Funktionsweise und Tipps

Tanja Sommer
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Risiken in der Software-Lieferkette betreffen heute fast jedes vernetzte Produkt. Viele Geräte basieren auf Open-Source-Bibliotheken, Drittanbieterpaketen und wiederverwendetem Code, der verborgene Schwachstellen enthalten kann. Software Composition Analysis hilft dabei, diese Risiken frühzeitig zu erkennen und über den gesamten Produktlebenszyklus zu kontrollieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Software Composition Analysis identifiziert Drittanbieter- und Open-Source-Komponenten in Software und Firmware.
  • Sie hilft dabei, bekannte Schwachstellen, Lizenzprobleme und veraltete Abhängigkeiten zu erkennen.
  • Starke SCA Security unterstützt sicherere Releases, schnellere Remediation und klarere Ownership.
  • SBOM-Generierung ist heute ein zentrales Ergebnis moderner SCA-Programme.
  • Hardware-Hersteller benötigen Tools, die Binärdateien analysieren – nicht nur Quellcode.
  • Compliance-Frameworks wie der CRA steigern den Wert kontinuierlicher Komponentensichtbarkeit.
  • Gute Software Composition Analysis Tools sollten sich in CI/CD und Ticketing-Workflows integrieren lassen.
  • ONEKEY hilft Herstellern, Analyse-, Remediation- und Compliance-Aufgaben zu automatisieren.

Was ist Software Composition Analysis (SCA)?

Software Composition Analysis ist der Prozess zur Identifikation von Softwarekomponenten in einer Anwendung, einem Firmware-Image oder einem Produkt-Build. Abhängigkeiten werden gemappt, Versionen geprüft und Komponenten mit bekannten Schwachstellen- und Lizenzdatenbanken abgeglichen. Das verschafft Sichtbarkeit in Code, der nicht intern entwickelt wurde.

iele Teams fokussieren sich ausschließlich auf intern entwickelten Code. Damit wird eine wesentliche Risikoquelle übersehen, denn moderne Produkte hängen oft von externen Paketen ab. Eine einzige verwundbare Bibliothek kann viele Produkte und Versionen gleichzeitig betreffen.

Deshalb ist Software Composition Analysis heute ein zentraler Bestandteil der Produkt-Cybersecurity. Sie hilft dabei zu verstehen, was in der Software steckt – bevor Angreifer es herausfinden. Außerdem unterstützt sie sicherere Updates und stärkere Governance.

Wie funktioniert SCA? Die 4 Kernfunktionen

Die meisten Software Composition Analysis Tools folgen demselben praktischen Workflow: Komponenten entdecken, Risiken bewerten, Lizenzen prüfen und Maßnahmen in Delivery-Prozesse einspeisen. Die Analysetiefe unterscheidet oft einfache Scanner von reifen Plattformen.

Funktion Hauptzweck Ergebnis
Erkennung Komponenten und Abhängigkeiten finden Vollständiges Komponenteninventar
CVE-Matching Abgleich mit bekannten Schwachstellen Risikosichtbarkeit
Lizenz-Review Lizenzpflichten erkennen Rechtliche Klarheit
Workflow-Integration Einbindung in Pipelines Schnellere Remediation

Dependency Discovery und SBOM-Generierung

Erster Schritt ist die Identifikation aller Komponenten im Produkt. Das umfasst direkte Pakete, verschachtelte Abhängigkeiten und wiederverwendete Bibliotheken, die Teams leicht übersehen. Präzise Erkennung schafft das Fundament für alle späteren Entscheidungen.

Moderne Plattformen generieren außerdem eine Software Bill of Materials. Wer wissen möchte, was eine SBOM ist: Es ist ein strukturiertes Inventar der Softwarekomponenten eines Produkts, das hilft, betroffene Bestandteile bei neuen Schwachstellen schnell zu verfolgen. Für eingebettete Produkte kann die Erkennung Binäranalyse erfordern, weil Lieferantencode oder Legacy-Firmware oft keine sauberen Build-Records besitzt.

CVE-Matching und Schwachstellenprüfung

Sobald Komponenten bekannt sind, werden sie mit öffentlichen Schwachstellendatenbanken wie CVEs abgeglichen. Dieser Prozess hebt Komponenten mit bekannten Sicherheitslücken hervor und gehört zu den meistgenutzten Anwendungsfällen von Software Composition Analysis.

Nicht jeder Treffer bedeutet echtes Risiko. Versionskontext, Ausnutzbarkeit, Produkt-Exposure und Mitigationskontrollen bleiben relevant. Gute Plattformen machen Open Source Vulnerability Scanning effektiver, indem sie Rauschen reduzieren, Maßnahmen priorisieren und Engineering-Zeit sparen.

Lizenz-Compliance

Open-Source-Software kann neben Sicherheitsrisiken auch rechtliche Pflichten mit sich bringen. Unterschiedliche Lizenzen können Attributionspflichten, Quelltextveröffentlichung oder Nutzungsbeschränkungen vorschreiben. Werden diese Anforderungen ignoriert, entstehen kommerzielle und Compliance-Probleme.

SCA Tools helfen dabei, Lizenztypen über alle erkannten Komponenten hinweg zu erkennen und Konflikte zwischen im selben Produkt genutzten Paketen zu markieren. Lizenzsichtbarkeit ist besonders wertvoll, wenn mehrere Lieferanten Code beisteuern. So kann sicher gestellt werden, dass ausgelieferte Produkte sowohl Security- als auch rechtliche Anforderungen erfüllen.

CI/CD-Integration und Policy Enforcement

Security-Checks wirken am besten, wenn sie in normale Delivery-Workflows eingebettet sind. Starke Plattformen verbinden sich mit CI/CD-Tools, sodass Scans bei Builds, Releases oder Update-Zyklen stattfinden. Das hilft Teams, Probleme früher zu beheben.

Policy-Controls können risikoreiche Komponenten blockieren oder eine Freigabe vor dem Release erfordern. Das schafft Konsistenz über Teams und Produkte hinweg und macht Regeln wiederholbar statt informell. Nützliche Integrationen umfassen häufig Jenkins, Jira und Splunk, in die Befunde direkt in Remediation-Workflows einfließen können.

SCA Tools: Worauf kommt es bei der Evaluation an?

Viele Entscheidungsträger vergleichen Features, übersehen aber die operative Eignung. Das richtige Tool sollte zu den Produkten, Workflows und regulatorischen Anforderungen passen. Generische IT-Scanner sind für eingebettete Umgebungen oft nicht geeignet.

Tools sollten nach Präzision, Automatisierung und Lifecycle-Support bewertet werden. Ein Dashboard allein reicht nicht. Die Plattform muss Teams zum Handeln befähigen.

Muss-Kriterien für Hardware-Hersteller und OEMs

Hardware-Hersteller benötigen tiefere Sichtbarkeit als Standard-Web-Anwendungen. Produkte enthalten häufig Firmware, Lieferantenbinärdateien und lange Support-Lebenszyklen. Das Tool sollte diese Realität abbilden.

Checkliste für die Bewertung von Software Composition Analysis Tools:

  • Binäranalyse ohne Quellcode
  • Unterstützung für Firmware und eingebettete Systeme
  • Kontinuierliches Monitoring nach dem Release
  • SBOM-Export in gängigen Formaten
  • Schwachstellen-Priorisierung
  • Compliance Reporting
  • Workflow-Integrationen

Ein dediziertes SBOM-Management-Tool kann außerdem helfen, Versionshistorie und Lieferantentransparenz aufrechtzuerhalten. Das gewinnt mit wachsendem Produkt-Portfolio an Bedeutung.

Open-Source-Tools vs. kommerzielle Lösungen

Open-Source-Scanner können für fokussierte Entwicklungsteams nützlich sein. Sie bieten oft Dependency-Checks und einfaches CVE-Matching. Die Kosten sind zu Beginn attraktiv.

Kommerzielle Lösungen ergänzen meist Automatisierung, Governance, Support und umfangreicheres Reporting. Sie können außerdem False-Positive-Reduktion und Enterprise-Integrationen verbessern. Das ist relevant, wenn viele Teams oder Produkte beteiligt sind.

Option Stärken Grenzen
Open-Source-Tools Geringere Kosten, flexibel Mehr manueller Aufwand
Kommerzielle Plattformen Automatisierung, Support, Skalierung Lizenzkosten

Priorisierung, Remediation und PSIRT-Integration

Probleme zu finden ist erst der Anfang. Reife SCA Security-Programme leiten Befunde in Remediation-Workflows mit Verantwortlichen und Fristen weiter. So wird Sichtbarkeit in messbaren Fortschritt überführt.

Priorisierung sollte Schweregrad und Business-Kontext kombinieren. Ein mittleres Problem in einem Medizin- oder Automotive-Produkt kann dringendes Handeln erfordern, weil Kontext mehr zählt als Headline-Scores. PSIRT-Teams profitieren ebenfalls von verlinkten Nachweisen und Case Management, da schnellere Aufnahme und klarere Ownership die Reaktionsqualität bei Schwachstellen-Disclosures verbessern.

SCA für Firmware und Embedded Systems: ONEKEY als Lösung

Klassische IT-Tools fokussieren sich oft auf Server, Desktops und Cloud-Anwendungen. Vernetzte Produkte stellen andere Herausforderungen dar: Firmware-Images, Lieferantenbinärdateien und lange Feldlebenszyklen. Genau hier schaffen spezialisierte Plattformen Mehrwert.

ONEKEY hilft Herstellern dabei, Produkt-Cybersecurity und Compliance von der Entwicklung bis zum End-of-Life zu automatisieren. Die Plattform kombiniert Analyse, Monitoring und Remediation-Unterstützung in einer Lösung. Das reduziert manuellen Aufwand in Security- und Engineering-Teams.

Binary SCA ohne Quellcode

Viele Hersteller kontrollieren nicht jede Codezeile in ihren Produkten. Lieferantenmodule, übernommene Produkte und Legacy-Firmware kommen häufig ohne Quellzugriff an. Standard-Scanner stoßen hier an ihre Grenzen.

ONEKEY führt Binäranalyse durch, um Komponenten in kompilierter Firmware zu identifizieren. Das verschafft Sichtbarkeit auch bei unvollständigen Build-Umgebungen und ist besonders nützlich für OEM-Ökosysteme. Schwachstellen, betroffene Versionen und Remediation-Optionen lassen sich schneller bewerten und verborgenes Risiko wird handhabbar.

Automatische SBOM-Generierung und CRA-Compliance

Regulierungen erwarten heute mehr Software-Transparenz. Der Cyber Resilience Act legt den Fokus auf sichere Entwicklung, Schwachstellen-Handling und Dokumentation. Verlässliche Komponentenaufzeichnungen werden unverzichtbar.

ONEKEY hilft dabei, SBOM-Generierung, Monitoring und Nachweis-Erstellung zu automatisieren. Das unterstützt interne Governance und externe Compliance-Anforderungen und reduziert wiederholten manuellen Reporting-Aufwand. Für Hersteller mit mehreren Produktlinien ist Automatisierung entscheidend, weil manuelle Tabellen selten skalieren oder aktuell bleiben.

Was ist der Unterschied zwischen SCA und SAST?

SCA prüft Drittanbieter- und Open-Source-Komponenten in der Software. SAST analysiert intern entwickelten Quellcode auf Coding-Schwachstellen und unsichere Muster. Beide sind nützlich, lösen aber unterschiedliche Probleme.

Ist SCA dasselbe wie Dependency Scanning?

Dependency Scanning ist in der Regel ein Feature innerhalb von Software Composition Analysis. Vollständige SCA umfasst außerdem Lizenz-Checks, SBOM-Erstellung, Policy-Controls und Workflow-Management. Sie ist umfassender als ein einfacher Scan.

Reicht eine SBOM für die CRA-Compliance?

Eine SBOM ist wichtig, aber allein nicht ausreichend. CRA-Readiness umfasst außerdem Schwachstellenmanagement, sichere Prozesse, Nachweis-Retention und laufende Wartung. Die SBOM ist ein zentraler Input, aber nicht die vollständige Antwort.

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Über Onekey

ONEKEY ist der führende europäische Spezialist für Product Cybersecurity & Compliance Management und Teil des Anlageportfolios von PricewaterhouseCoopers Deutschland (PwC). Die einzigartige Kombination der automatisierten ONEKEY Product Cybersecurity & Compliance Platform (OCP) mit Expertenwissen und Beratungsdiensten bietet schnelle und umfassende Analyse-, Support- und Verwaltungsfunktionen zur Verbesserung der Produktsicherheit und -konformität — vom Kauf über das Design, die Entwicklung, die Produktion bis hin zum Ende des Produktlebenszyklus.

KONTAKT:
Sara Fortmann

Senior Marketing Manager
sara.fortmann@onekey.com

euromarcom public relations GmbH
team@euromarcom.de

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