Was sind Software- und IoT-Sicherheitslücken? Definition, Ursachen und Beispiele

Sicherheitslücken – in Software, Cloud-Umgebungen oder IoT-Geräten – zählen zu den größten Herausforderungen für IT- und Produktsicherheit. Die Folgen sind konkret: Datenverlust, Produktionsausfälle oder Reputationsschäden.
Nur durch frühzeitiges Erkennen, Bewerten und Schließen von Schwachstellen können Sie Sicherheit und Compliance langfristig sichern. Dieser Artikel erklärt, was Sicherheitslücken sind, wie sie entstehen, welche Risiken sie bergen und wie modernes Schwachstellenmanagement hilft.
Was ist eine Sicherheitslücke?
Eine Sicherheitslücke (Security Vulnerability) kann in Software, Firmware oder IoT-Geräten auftreten. Sie ermöglicht Angreifern:
- Unbefugten Zugriff
- Datenmanipulation
- Systembeeinträchtigungen
Häufige Ursachen sind fehlerhafte Konfigurationen, veraltete Komponenten oder menschliche Fehler. Cyberkriminelle nutzen solche Lücken gezielt aus, z. B. für Schadcode, Identitätsdiebstahl oder Systemausfälle.
Unterschied zwischen IT-Sicherheitslücken und Produktsicherheitslücken
Sicherheitslücken betreffen längst nicht nur interne IT-Systeme, sondern auch Webanwendungen, Cloud-Services und vernetzte Produkte. Die Unterschiede:
- IT‑ und Software-Sicherheitslücken: Treten in Anwendungen, Betriebssystemen, Cloud‑Diensten oder Netzwerken auf.
- IoT-Sicherheitslücken: Entstehen in Firmware, eingebetteter Software, Protokollen oder industriellen Systemen.
Beide Bereiche greifen ineinander. Ein integrierter Ansatz wie das Produkt Schwachstellen Management Feature von ONEKEY vereinfacht die Erkennung, Bewertung und Behebung von Schwachstellen.
Typische Arten und Beispiele von IT- und Produkt-sicherheitslücken
Sicherheitslücken treten in vielen Bereichen auf. Ihre Art entscheidet maßgeblich über deren Risiko. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die häufigsten IT- und Produktsicherheitslücken.
Software-Sicherheitslücken
Software-Sicherheitslücken entstehen meist durch Programmier- oder Logikfehler. Häufige Beispiele sind:
- Injection-Schwachstellen (z. B. SQL-Injection): Ungefilterte Eingaben gelangen direkt in Datenbank- oder Systembefehle.
- Cross-Site-Scripting (XSS): Schadhafter eingeschleuster Code ermöglicht die Manipulation von Sitzungen oder Webinhalten.
- Memory-Safety-Fehler (z. B. Buffer Overflows): Falsche Speicherzugriffe ermöglichen die Ausführung fremdgesteuerter Codes.
- Unsichere Authentifizierung: Schwache Passwörter oder fehlende Sitzungsprüfungen erlauben Angreifern den Zugriff.
- Unsichere Third-Party-Komponenten und Abhängigkeiten: Externe Bibliotheken können versteckte Schwachstellen beinhalten. Ein SBOM Management Tool sorgt hier für Transparenz.
Diese Fehlerarten gehören zu den verbreitetsten Cybersicherheitsschwachstellen weltweit und sind oft Einstiegspunkte für Angriffe.
IoT- und Produktsicherheitslücken
IoT-Sicherheitslücken betreffen alle vernetzten Geräte. Von Smart-Home-Produkten bis zu industriellen Steuerungen. Unsichere Firmware, fehlende Verschlüsselung oder offene Test-Schnittstellen sind häufige Einfallstore. Besonders kritisch sind Zero-Day-Schwachstellen, die ausgenutzt werden, bevor ein Patch verfügbar ist.
Beispiele für häufige IoT-Schwachstellen:
- Unsichere Update-Mechanismen: Durch fehlende digitale Signaturen und Integritätsprüfungen kann manipulierte Firmware eingespielt werden.
- Fehlerhafte Kryptographie: Feste Schlüssel oder schwache Algorithmen gefährden Datenschutz und Kommunikation.
- Offene Debug- oder Test-Schnittstellen: Aktive JTAG-/UART-Ports gewähren unbefugten Low-Level-Zugriff.
- Unsichere Standards und Protokolle: Klartextübertragungen oder fehlende Schutzmechanismen erleichtern das Abhören und Manipulieren von Daten.
Diese Schwachstellen zeigen, wie wichtig es ist, Sicherheit bereits im Entwicklungsprozess („Security by Design“) zu verankern und Firmware regelmäßig zu überprüfen. Mit dem ONEKEY Compliance Wizard können Sie Ihre Firmware bei jedem Update hochladen und bereits vorab prüfen, ob die wichtigsten Sicherheitsstandards eingehalten werden. So reduzieren Sie Schwachstellenrisiken schon vor der Veröffentlichung.
Menschliche Fehler und organisatorische Faktoren
Nicht alle Sicherheitslücken entstehen durch Technik. Häufig sind menschliche Fehler oder unklare Prozesse der Auslöser. Fehlende Routinen, Zeitdruck oder mangelnde Zuständigkeiten schaffen Lücken, die Angreifer leicht ausnutzen können.
Typische Beispiele:
- Schwache oder wiederverwendete Passwörter: Einfache Kennwörter erlauben Kontoübernahmen oder Zugriffsmanipulationen.
- Phishing und Social Engineering: Ein Klick auf manipulierte Links genügt, um Schadsoftware einzuschleusen. Oder Zugangsdaten abzufragen.
- Fehlkonfigurationen: Offene Ports, überhöhte Berechtigungen oder nicht geänderte Werkseinstellungen bleiben gefährliche Angriffspunkte.
- Ungetestete Änderungen und Schatten-IT: Nicht freigegebene Tools oder schnelle Hotfixes erhöhen das Risiko ungeprüfter Schwachstellen.
- Fehlende Prozesse und Verantwortlichkeiten: Ohne klare Zuständigkeiten werden Lücken später oder gar nicht geschlossen.
Menschliche und organisatorische Faktoren zählen zu den häufigsten, aber vermeidbarsten Ursachen für Sicherheitslücken. Durch Schulungen, klare Abläufe und Sicherheitsbewusstsein lassen sie sich deutlich reduzieren.
Ursachen für Sicherheitslücken
Sicherheitslücken entstehen nicht nur durch Codefehler, sondern oft durch strukturelle Schwächen in Prozessen, Lieferketten und Entscheidungen.
Veraltete Systeme, Komponenten und fehlende Updates
Viele Schwachstellen entstehen, weil Software, Systeme oder Hardware nicht mehr aktuell sind. Ohne regelmäßige Wartung bleiben Lücken offen und leicht ausnutzbar.
Besonders im IoT-Bereich laufen Geräte oft weiter, obwohl der Support bereits ausgelaufen ist. Fehlendes Lebenszyklusmanagement oder unklare Zuständigkeit spielen hier eine zentrale Rolle.
Unsichere oder uneinheitliche Konfigurationen
Fehlende Standards, manuelle Eingriffe oder nicht geänderte Werkseinstellungen führen zu Fehlkonfigurationen. Im IoT-Bereich betrifft das vor allem Cloud-Dienste, APIs und Gateways.
Offene Schnittstellen, uneinheitliche Konfigurationen und schwache Verschlüsselung bleiben bei fehlenden automatisierten Checks lange unentdeckt und erhöhen das Risiko.
Unzureichende Sicherheitskultur und fehlendes Bewusstsein
Auch die beste Technik scheitert, wenn es an einer gemeinsamen Sicherheitskultur fehlt. Zeitdruck, geringe Budgets und fehlende Schulungen sind Hauptgründe für fehlerhafte Prozesse. IT- und Produktsicherheit müssen daher als fester Bestandteil im gesamten Produktlebenszyklus verankert sein.
Komplexe Lieferketten und Third-Party-Komponenten (Product Vulnerability Cause)
Mit wachsender Vernetzung steigt die Abhängigkeit von externen Bibliotheken und Modulen. Jede Komponente kann neue Schwachstellen einbringen.
Im IoT-Bereich stammen Firmware-Bausteine aus verschiedenen Quellen wie Chipherstellern, Modullieferanten oder Open-Source-Projekten. Eine automatisierte Schwachstellenanalyse mit einer Software Bill of Materials (SBOM), wie sie die ONEKEY Produkt Cybersicherheits- & Compliance Plattform bereitstellt, schafft Transparenz und reduziert die Risiken.
Sicherheitslücken entdecken
Je früher Sicherheitslücken entdeckt werden, desto geringer ist deren Risiko. Eine automatisierte und systematische Entdeckung von Schwachstellen ist ein wichtiger Bestandteil jeder Cybersicherheitsstrategie. Die folgenden Methoden helfen dabei, Schwachstellen zu entdecken, bevor sie ausgenutzt werden:
Automatisierte Scans und kontinuierliche Überwachung
Automatisch laufende Tools prüfen Software, Systeme und Geräte regelmäßig auf Schwachstellen. Ein effektiver Scanner lässt sich dafür direkt in den Entwicklungsprozess integrieren. Wichtige Funktionen sind:
- Schwachstellen über CVE-Datenbanken erkennen
- Prüfung von Compliance-Vorgaben und Konfigurationen
- Integration mit Tools wie Jira, Jenkins oder GitHub
So entsteht ein kontinuierlicher Sicherheitskreislauf von der Entwicklung bis zum Ende des Produktlebenszyklus.
Koordinierte Schwachstellenmeldung & Bug-Bounty-Programme
Ein offener Austausch mit externen Sicherheitsforschenden erhöht die Transparenz und Sicherheit innerhalb einer Organisation. Bug-Bounty-Programme und Coordinated Vulnerability Disclosures (CVDs) ermöglichen, Lücken verantwortungsvoll zu melden und zeitnah zu schließen.
Erfolgreiche Programme zeichnen sich wie folgt aus:
- Klare Regeln und Meldeprozesse
- Schnelle Priorisierung und Reaktion
- Belohnung nach Auswirkung und Schweregrad
So nutzen Unternehmen zusätzliche Expertise, ohne eigene Ressourcen zu überlasten.
Interne Audits und Penetrationstests
Auch manuelle Tests sind neben automatisierten Prozessen unverzichtbar. Penetrationstests simulieren Angriffe, um versteckte Schwachstellen unter realen Bedingungen zu finden. Interne Audits ergänzen diese durch regelmäßige Überprüfungen von Konfigurationen, Zugriffsrechten und Sicherheitsprozessen.
Produkttests und Firmware-Analysen
Klassische IT-Tests reichen zur Entdeckung von IoT-Sicherheitslücken häufig nicht aus. Firmware, Hardware-Komponenten und Protokolle müssen auch ohne Quellcodezugang analysiert werden – beispielsweise durch:
- Statische und dynamische Firmware-Analyse
- Überprüfung von Drittanbieter-Bibliotheken und Abhängigkeiten
- Risiko-Priorisierung
Dies sollte den gesamten Produktlebenszyklus über geschehen – bis hin zur Außerbetriebnahme eines Produktes.
Folgen unbehandelter Sicherheitslücken für die Cybersecurity
Unbehandelte Sicherheitslücken in Software und IoT-Systemen gefährden Betrieb, Daten und Compliance. Gerade in vernetzten Umgebungen können sich Sicherheitsvorfälle schnell ausbreiten und lange unentdeckt bleiben.
Datendiebstahl und Ransomware-Angriffe
Offene Schwachstellen ermöglichen Zugriff auf sensible Daten (Cloud-, Kunden- und IP-Daten) oder das Einschleusen von Schadsoftware. Bei Ransomware-Angriffen verschlüsseln Angreifer Systeme und fordern Lösegeld für die Entschlüsselung.
Ungepatchte Schwachstellen begünstigen die schnelle Ausbreitung solcher Attacken. Oft unbemerkt über ganze Netzwerke hinweg bis hin zum ausgelieferten Gerät.
Manipulation vernetzter Geräte und Systeme
Durch offene IoT-Sicherheitslücken können Angreifer Systeme gezielt manipulieren. Zum Beispiel, um Befehle zu ändern, Datenströme zu verfälschen oder Geräte fernzusteuern. Besonders kritisch ist dies bei Geräten, die physische Prozesse steuern wie in der Energieversorgung, Industrie oder Medizintechnik.
Vertrauensverlust und regulatorische Folgen (z. B. NIS2, Cyber Resilience Act)
Wird eine Schwachstelle nicht transparent und zeitnah kommuniziert und adressiert, kann schon ein einzelner Vorfall das Vertrauen mit Partnern und Kunden beschädigen.
NIS2 und CRA verlangen zudem dokumentierte Prozesse und Sicherheitsupdates über den gesamten Lebenszyklus. Verspätete Meldungen oder fehlende Nachweise gelten als Verstoß – mit Bußgeldern, Vertriebsverboten oder dem Verlust von Compliance-Zertifizierungen.
Finanzielle und wirtschaftliche Schäden
Unbehandelte Sicherheitslücken verursachen zudem direkte und indirekte finanzielle Schäden. Kosten entstehen beispielsweise durch:
- Incident Response
- Produktions- und Systemausfälle
- Vertragsstrafen
- Lieferkettenstörungen
- IT-Forensik
- Rechtsberatung uvm.
Ein strukturiertes Schwachstellenmanagement mit automatisierten Risikoanalysen und klarer Priorisierung reduziert diese wirtschaftlichen Risiken deutlich.
Wie Unternehmen Schwachstellen managen
Ein strukturiertes Vulnerability Management ist entscheidend, um Sicherheitslücken rechtzeitig zu erkennen, Risiken zu bewerten und gezielt zu beheben – bevor daraus Vorfälle entstehen.
Es schafft Transparenz über Schwachstellen in Software, Systemen und vernetzten Produkten und erlaubt, Risiken nach Priorität zu behandeln.
Da IT- und Produktsicherheit immer stärker ineinandergreifen, braucht es einen durchgängigen Prozess von der Entwicklung bis zum Betrieb. Hier setzt das Produkt Schwachstellenmanagement an. Es bringt alle Aspekte unter einem integrierten Rahmen zusammen.
Weitere Details zum unternehmensweiten Prozess finden Sie im Blogartikel: Was ist Schwachstellenmanagement?
Vom IT-Schwachstellenmanagement zum Produkt Schwachstellen-Management
Klassisches IT-Schwachstellenmanagement konzentriert sich auf interne Systeme und Netzwerke. Heute entstehen jedoch viele Risiken in vernetzten Produkten und eingebetteten Systemen.
Das Produkt Schwachstellenmanagement erweitert den Ansatz auf den gesamten Produktlebenszyklus – von der Entwicklung über die Nutzung bis zum End-of-Life. Es schafft Transparenz, vermeidet Doppelaufwände und unterstützt die Einhaltung regulatorischer Vorgaben wie NIS2 und den Cyber Resilience Act.
Automatisierte Schwachstellenanalyse in Produkten
Manuelle Prüfungen reichen bei komplexen, vernetzten Produkten kaum aus. Automatisierte Tools analysieren Firmware, erkennen Schwachstellen auch ohne Quellcode und gleichen Komponenten mit CVE- und NVD- Datenbanken ab.
Neue Risiken werden automatisiert erfasst, bewertet und priorisiert. So lassen sich Sicherheitslücken früh schließen und Compliance-Anforderungen effizient nachweisen.
Priorisierung und Remediation-Workflows
Nicht jede Sicherheitslücke ist gleich kritisch. Automatisierte Tools bewerten Risiken anhand von CVSS-Scores, Exponierung oder Produktkontext. So können Patches, Updates oder temporäre Maßnahmen gezielt priorisiert werden.
Ein klar definierter Remediation-Workflow stellt sicher, dass Schwachstellen dokumentiert, nachverfolgt und nachweislich geschlossen werden.
Kontinuierliches Monitoring und Compliance (CRA, ISO/IEC, NIS2)
Schwachstellenmanagement endet nicht mit dem Patch. Nur durch kontinuierliches Monitoring lassen sich neue oder wiederkehrende Schwachstellen frühzeitig erkennen.
Gleichzeitig unterstützt es die Einhaltung von Standards wie NIS2, CRA oder ISO/IEC 30111 – und macht Cybersicherheit messbar, dokumentierbar und zu einem festen Bestandteil des Produktlebenszyklus.
Fazit
Sicherheitslücken – ob in Software oder IoT – lassen sich nie ganz vermeiden. Mit dem richtigen Verständnis für ihre Ursachen und einem kontinuierlichen Schwachstellenmanagement werden sie jedoch beherrschbar.
Wichtig sind:
- Frühzeitige Erkennung
- Effiziente Behandlung
- Kontinuierlicher Überblick über alle Systeme und Geräte
So minimieren Sie Risiken und erfüllen Vorgaben wie NIS2 oder den CRA leichter. Ein transparenter Umgang mit Schwachstellen stärkt zudem das Vertrauen von Kunden und Partnern.
Automatisierte Tools und Cybersecurity-Plattformen unterstützen dabei, Lücken nach Risiko zu priorisieren, zu kommunizieren und regelkonform zu schließen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Sicherheitslücken
Was ist eine Software-Sicherheitslücke?
Eine Software-Sicherheitslücke ist ein Fehler oder eine Fehlkonfiguration im Code, die Angreifern Manipulationen ermöglicht. Zum Beispiel das Auslesen, Verändern oder Löschen von Daten.
Typisch sind:
- SQL-Injections
- Cross-Site-Scripting (XSS) oder
- Unsichere Authentifizierung
Solche Lücken treten häufig in Webanwendungen, Cloud-Diensten oder Datenbanken auf.
Was ist eine IoT- und Produktsicherheitslücke?
IoT- und Produktsicherheitslücken entstehen in vernetzten Geräten, Firmware oder Hardware. Im Unterschied zu Software-Schwachstellen können sie auch das physische Verhalten eines Produkts beeinflussen – etwa durch Fernsteuerung oder Manipulation.
Typische Ursachen sind:
- Schwache oder voreingestellte Passwörter
- Unverschlüsselte Verbindungen
- Fehlende Sicherheitsupdates
Ein kontinuierliches Management über den gesamten Produktlebenszyklus – auch nach der Auslieferung – ist daher entscheidend.
Wie unterscheiden sich IT- und Produkt-Schwachstellen-Management?
Das IT-Schwachstellenmanagement fokussiert interne Systeme, Netzwerke und Server.
Das Produkt Schwachstellenmanagement geht weiter: Es bezieht Firmware, Embedded Software und Lieferketten mit ein und stellt so die Sicherheit vernetzter Produkte über den gesamten Lebenszyklus sicher.
Welche Folgen haben unbehandelte Produkt Schwachstellen?
Unbehandelte Produkt Schwachstellen können zu Datenlecks, Manipulationen oder Systemausfällen führen. Im IoT-Bereich gefährden sie zudem die Sicherheit von Nutzern und Infrastrukturen – etwa durch Fernzugriffe oder Fehlfunktionen.
Auch wirtschaftlich sind die Folgen gravierend: Produktionsstopps, Rückrufe und Bußgelder durch Verstöße gegen NIS2 oder den Cyber Resilience Act sind mögliche Konsequenzen.
Wie hilft Produkt Schwachstellen-Management bei Compliance (CRA, NIS2)?
Der Cyber Resilience Act (CRA) und die NIS2-Richtlinie verlangen, dass Unternehmen Schwachstellen systematisch erkennen, bewerten, beheben und dokumentieren.
Ein gut etabliertes Produkt Schwachstellenmanagement erfüllt diese Anforderungen automatisch, durch:
- Transparenz über Software-Komponenten (SBOM)
- Nachvollziehbare Patch-Historien
- Klare Melde- und Reaktionsprozesse
So wird Compliance im Schwachstellenmanagement messbar, dokumentierbar und langfristig gesichert.
Was ist der Unterschied zwischen Schwachstellen, Bedrohungen und Exploits?
Diese Begriffe werden oft gleichgesetzt, beschreiben aber unterschiedliche Aspekte der Cybersicherheit:
- Schwachstellen (Vulnerabilities): Fehler oder Schwächen in Systemen, die Angriffe ermöglichen.
- Bedrohungen (Threats): Potenzielle Gefahren oder Absichten, solche Schwachstellen auszunutzen.
- Exploits: Konkrete Methoden oder Tools, mit denen eine Schwachstelle tatsächlich angegriffen wird.
Über Onekey
ONEKEY ist der führende europäische Spezialist für Product Cybersecurity & Compliance Management und Teil des Anlageportfolios von PricewaterhouseCoopers Deutschland (PwC). Die einzigartige Kombination der automatisierten ONEKEY Product Cybersecurity & Compliance Platform (OCP) mit Expertenwissen und Beratungsdiensten bietet schnelle und umfassende Analyse-, Support- und Verwaltungsfunktionen zur Verbesserung der Produktsicherheit und -konformität — vom Kauf über das Design, die Entwicklung, die Produktion bis hin zum Ende des Produktlebenszyklus.

KONTAKT:
Sara Fortmann
Senior Marketing Manager
sara.fortmann@onekey.com
euromarcom public relations GmbH
team@euromarcom.de
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